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ArévaloDie Caballeros Villanos

   Arévalo - Unsere Villa 

Die Bedeutung "Villa" im Sinne vom römischen Herrenhaus bzw. Landherrenhaus wandelte sich in Spanien ab dem Frühmittelalter zum Landstädtchen bzw. einer ländlichen Siedlung. Diese Villa unterschied sich durch königliche Rechte (Fueros) von den Dörfern, und ermöglichte später den Aufstieg in den Rang von Städten.

Bis zum Jahre 1082 war das Gebiet zwischen dem Duero und der Sierra de Gredos zwischen Christen und Mauren stark umkämpft. Wir können nicht sagen, ob Arévalo ähnlich wie die Villas am Duero (z.B. Zamora, Toro, Tordesillas) sicher im 10. Jhd. besiedelt worden sind. Das Land südlich des Duero war die Extremadura, ein absichtlich von beiden Seiten verlassenes Niemandsland, ständig bedrohnt von Razien und Überfällen beider Seiten. Nach dem Tod von Al-Mansur (+1002) und dem faktischen Zusammenbruch des Kalifats von Córdoba im frühen 11. Jahrhundert rückten christliche Siedler auch weiter südlich vor, errichteten Tapia-Mauern (Stampflehm mit Mörtel, mittelalterlicher spanischer Beton, heute noch u.a. in Medina del Campo) gut zu besichtigen und verteidigten sich so gut sie konnten. Villas wie Medina del Campo und Arévalo wurden in direkter Nähe zu maurischen Siedlungen oder an verlassenen Standorten neu errichtet. Eines der Paare, die in diese Extremadura vorrückten, waren Anna und Isidorus von Arévalo.

Die Villa Arévalo in der Zeit des Hochmittelalters (12./13. Jhd.), Rekonstruktion in der Oficina del Turismo, ArévaloArévalo
Historisch gesichert wird Arévalo ein Teil des Königreichs Kastilien ab dem Jahre 1082 während der Herrschaft von Alfonso VI. In einer Quelle werden die neuen Städte in der Extremadura, die Alfonso besiedeln ließ, extra benannt. Es waren: "Salamanca, Olmedo, Medina del Campo, Segovia, Coca, Cuellar, Avila und Arévalo" Nach der Eroberung von Toledo im Jahr 1085 sind die Grenzen gesichert. Unterstützt von der Infantin Donha Urraka und ihrem Mann Raimund von Burgund erfolgte ca. im letzten Jahrzehnt des 11. Jahrhunderts eine weitere Wiederbesiedlungswelle und ein Ausbau der Städte (z.B. in Avila). Konsequenterweise verteidigten die Bürger Arévalos als "milicias concejiles" die Sache von Donha Urraka und ihrem Sohn Alfonso 1111 in der Schlacht von Valdespino (bei Segovia).

Rechte (Fueros) erlangte Arévalo erst unter Alfonso X. el Sabio im Jahre 1256, als er den Rittern von Arévalo das "Fuero de los Excudos" gewährte. Sancho IV bestätigte dies 1287 und ergänzte diese Rechte durch das "Fuero de las Leyes". Beides zusammen mit anderen königlichen Gewährleistungen bildete lange Zeit eine Sammlung von Priviligien, die unter dem Namen "Fuero de Arévalo" zusammengefaßt wurde.

Fotosammlung von unserem Spaziergang heutigen Arévalo.