Ottonenzeit

Ein Abenteuer und viele Sachinformationen über die Zeit der Ottonen.

Das Schülerprojekt "Ottonenzeit" startete 2001 mit großen Erfolg. Dieser Abschnitt ist inzwischen (leider) abgeschlossen und über die Ergebnisse kann sich der Benutzer links auf dem Informationsturm oder der Linkleiste informieren. Allerdings werden die Seiten nicht mehr aktualisiert. Eine Fortsetzung findet die Ottonenzeit jedoch als Projekt bei unserer Schwesterseite www.susas.de mit Hilfe der wisis-technologie. Würde uns freuen, wenn Sie uns auch dort besuchen würden. Nun aber eine Einführung in die Ottonenzeit und das Frühmittelalter:

Europa im Jahre 1000: Einführung in v. Historiker Georges Duby:

Sehr wenig Menschen - einsame Gegenden, die sich nach Westen, nach Norden und nach Osten erstreckten, unüberschaubar werden und schließlich alles bedecken - Brachland, Sümpfe, unstete Flussläufe, die Heide, das Dickicht und die Weiden, hier und dort Lichtungen, einmal erobertes, doch nur halbwegs gezähmtes Land, leichte kümmerliche Furchen, die von mageren Ochsen gezogenen Holzgeräte auf dem widerspenstigen Boden hinterlassen haben; innerhalb dieses nahrungsspendenden Raums noch riesige Leerstellen, all die Felder, die man ein Jahr, zwei Jahre, drei und manchmal zehn Jahre brachliegen lässt, damit sich die Bedingungen ihrer Fruchtbarkeit im Ruhestand auf natürliche Weise wiederherstellen - gelegentlich inmitten schützender Palisaden der Wohnsitz eines Oberhauptes, ein offener Holzbau, Kornspeicher, Verschläge für die Sklaven (/Slawen TK) und, abseits, die Feuerstelle der Küche...
... ab und an, auf große Entfernungen, eine städtische Siedlung, die in Wirklichkeit nur noch ein von der ländlichen Natur durchdrungenes, verblichenes Skelett der römischen Stadt ist; von Pflugland umgebene Ruinenviertel, eine recht und schlecht ausgebesserte Einfriedung, Steinbauten aus der Zeit des Imperiums, die in Kirchen oder Zitadellen verwandelt worden sind; in ihrer Nähe ein paar Dutzend Hütten, in denen Weinbauern, Weber und Schmiede wohnen, jene Handwerker, die als Dienstmannen Schmuck und Waffen für den hochwürdigen Bischof und die Garnison (des Königs, TK) fabrizieren...
das ist das Abendland im Jahre tausend. In seiner Ländlichkeit wirkt es gegen Byzanz oder Córdoba sehr arm, sehr mittellos. Eine wilde Welt, eine Welt in den Fängen des Hungers."

(aus: Duby: Die Zeit der Kathedralen, Frankfurt: Suhrkamp, 1992)


Bildquelle: Jacques Le Goff erzählt die Geschichte Europas, Frankfurt, 1999. Bearb. Ottonenzeit.

In dieser Welt versuchten die ottonischen Herrscher zuerst als sächsische Herzöge und danach als Könige der deutschen Stämme und Kaiser des römischen Reiches Wohlstand und Ordnung zu schaffen. Darüber könnt Ihr, werter Benutzer des Internet, Leser dieser Zeilen und sicherlich Freund des Mittelalters, in der Einführung von Jutta Gladen oder direkt in unserer sächsischen Königsgeschichte eine Menge erfahren. Ein eher literarischen Einstieg in die Zeit bietet das Abenteuer der Bibinautika Wir mußten schon einigen Leuten auf die Sprünge helfen, daß das Abenteuer zwar ausgedacht, der Mordanschlag auf Otto I. aber überliefert ist. U.a war der Großvater von Thietmar von Merseburg beteiligt. Wir verweisen auch noch einmal auf unseren ottonischen Informationsturm links mit Informationen über die einzelnen Ottonen, einer Zeitleiste, etwas über die Ottonenzeit (so viel wir zusammensammeln konnten) und einem Serviceteil. Wer wir sind und was das Bibinautika-Projekt ist, erfahrt Ihr im Impressum



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