Ihr Lieben aus
Nah und Fern,
wieder
sind wir spät dran und neben der ganzen Einladungspost für Tilleda, den
Eigentümerversammlungen, die anscheinend immer im Dezember sein müssen
und dem ganzen üblichen Akten- und Haushaltskram weiß ich gar nicht,
wie ich die Weihnachtspost noch schaffen soll.
Wie war nun 2007 bei uns ? Es war ein sehr aktives, vielleicht
sogar etwas rauschhaftes Jahr. Ich werde es nicht schaffen, alle
Aktivitäten, alle Besuche und Nähwochenenden, alles Gute, was wir von
Freunden, Verwandten und Bekannten, erfahren haben, hier
aufzuführen. Allen sei ganz herzlich und ausgiebig gedankt. Dabei habe
ich eben doch noch als Neujahrskönig (Danke Familie Hartmann !) das
Sektglas auf das Jahr 2007 erhoben und nun ist es schon fast vorbei...
Wir haben uns ein eigenes Zelt genäht, eine Jaima (arabisches Rundzelt
seit dem 10. Jahrhundert belegt) aus schweren Zeltleinen und Hanfseil.
Nur der Mast wurde gekauft, und der hat bei dem feuchten Som

mer die
Spannung nicht ausgehalten ... Doch dazu später. Denn erst einmal
wollen wir Geburtstag feiern, genauer gesagt den 70zigsten Geburtstag
von Eva-Maria. Der Höhepunkt der Feier im Pächterhaus Dessau war die
"Oma-Show" von Werner.
Da sind wir schon im März: Annette und ich kennen uns 15. Jahre lang.
Der Monat erlebt das Probeaufstellen unseres Zeltes in Niemegk und
einen sehr schönen Besuch bei uns Thea in Königsbrunn am Lech. Das
Römische Museum in Augsburg war gerade das Richtige für uns.
Im April begann die Mittelalterei mit dem (schlechten) Fest auf dem
Giebichenstein. Wir waren da zu Besuch bei den Teuditzern. Lieber
Veranstalter, wenigstens Kartoffelhäuser haben auf einem
Mittelalterfest nichts zu suchen! Ende April, Anfang Mai waren wir auch
zum ersten Treffen in Tilleda. Das Zelt hielt durch. Die Nachte waren
noch sehr kalt. Und natürlich war im Mai Gerhards Geburtstag.
Pfingsten war die
Konfirmationsfeier unseres Patenkindes Tabea. Der Garten der Beyers ist
ein großes Paradies geworden. Von Dröhnen der letzten Turntabledays auf
der Peißnitz bekamen wir nur sehr wenig mit.
In Tilleda waren wir im Mai auf
dem Museumsgelände zum Lehmofenbauen, im Sommer zum grossen Kaiserlager
- Theophanus Fest -, eine grosse Veranstaltung mit 160 Darstellern,
über 10 Pferden und viel Programm. Ja, und mit Regen und einem kaputten
Zeltmast für uns. Danke, danke an alle Darsteller, bis auf ein paar
unleidlichen Musikern, Händlern und der Orga. unzuvorkommenden
Bierausschenkern. Noch einmal waren wir im Herbst auf dem Gelände. Uns
machen diese "Zeitreisen" sehr viel Spass!
Und jetzt wird es warm: Drei Wochen lang waren wir im Sommer in
Zentralspanien und Portugal.
Besonders gut gefallen hat uns die Sierra de Gredos und die vielen
schönen Orte am Duero. Einer sei für alle genannt: Tordesillas !
Doch wer weiß heute noch, dass dort die Welt einst aufgeteilt wurde.
Einzelheiten und die genaue Reisestrecke mit vielen Erlebnissen ist in
unserem Reisebericht
nachzulesen.
August/September wurden Annette
und ich zusammen runde 88 Jahre alt. Leider ein verregneter Monat und
wir kamen auch nicht richtig zum Feiern. Jetzt geht auch Johannes auf
das Elisabeth-Gymnasium. Noch ist die Schule eine ernste Angelegenheit.
Marie-Carmen nimmt die Sache oft zu leicht. Eigene Modekreationen sind
jetzt wichtiger. Und bei Oma Inge ist alles unverändert. Körperlich
immer noch sehr fit, kann doch kaum noch ein vernünftiges Gespräch mit
ihr geführt werden.
Im bayrischen Wald waren wir
mit der ganzen Familie, also 14 Personen insgesamt, im Oktober. So ein
großes Haus für alle zu finden, war sicher nicht einfach. Aber dank
Werner ... Hauptsächlich ist gewandert und Fußball gespielt worden. Die
Philosophie und die Anlage des Nationalparks waren sehr beeindruckend.
Und schon war der
November
wieder da. Die Erinnerung an den Sommer verblasst langsam. Schönen
Besuch von den Völkels u.a. und eine Lesung aus Usama ibn Munquidhs
"Eine Leben im Kampf gegen Kreuzritterheere"

(entstanden
im 12. Jahrhundert) in der Stadtbibliothek Freyburg sind zu erwähnen.
Mittelalter kann auch auf literarische Weise vermittelt wurden. Aber
natürlich fuhren Torsten und sein "Pferdeknecht für einen Abend" in
Gewandung dorthin.
Auch
unseren Tieren, dem Hasen
Weißpfote, dem Lassekater und der etwas geschrumpften Mäusesammlung,
geht es gut. Marie-Carmens Schlafhase war im Urlaub mit und kann jetzt
sogar Weihnachtslieder auf Spanisch singen ...
Der
Dezember ist da. Zwar
gibt es keine großen Aktivitäten mehr, weil Torsten bereits seit
Monatsbeginn heftig erkältet ist, aber so richtig Weihnachtsstimmung
will auch nicht aufkommen. Vielleicht müssen wir unseren Jahresrausch
erst einmal ausschlafen ...
Und wenn wir aufwachen. Lichter am Tannenbaum anzünden, für einen
Moment zwischen den Jahren und den Zeiten schweben. Weihnachten ist
Weihnachten ist Weihnachten. Danach sich fragen.
Was mag uns 2008 bringen ?
Ein
schönes Weihnachtsfest und alles
Gute für das neue Jahr wünschen Annette,
Torsten, Marie-Carmen und Johannes León Kreutzfeldt