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Weihnachten am Fluß 2005

Die Weihnachtsstimmung ist langsam bei mir angekommen, wenn mich auch kurz vor den Feiertagen noch ein blöder Virus aus der Bahn warf. Und ich bin mit Schreiben spät dran! Aber nun: Der diesjährige "Jahresendbrief":
Fazit: Wir lebten gut im Jahre 2005 und das ist mehr, als viele Menschen auf der Welt sagen können (leider). Unsere großen Leute haben Arbeit und Auskommen, die Kleinen machen sich gut in der Schule und der Kater findet genug Mäuse. Gut Gimritz ist zu einer Heimat geworden. So könnte der Brief schon zu Ende sein, aber wer langatmige Prosa von mir gewöhnt ist, soll auch auf seine Kosten kommen:
Der vergangene Dezember war lichterfüllt, voller Feste, Spieleabende, Ausstellungseröffnungen. Am schönsten von allen Ereignissen war sicher der 80zigste Geburtstag unserer Nachbarin Leni Kleberg. Zum vergangenen Weihnachtsfest schrieb ich: "Ein trübes Weihnachten, obwohl man eigentlich glücklich sein sollte, aber Kometen sausen vorbei, Menschen werden in Bussen abgeschlachtet und (Erdbeben-) Flutwellen verwüsten Südostasien ... " Kann da glücklich das Kerzenanzünden beginnen oder gerade deswegen?

Januar: Sylvester- und Neujahrsbesuch kam von Annettes Geschwistern + Kindern, z.B. erinnere ich an das Neujahrspaddeln mit Maximilian. Unerfreulich, doch wichtig war unsere Guts-Eigentümerversammlung. Den Familienkreis haben wir 2005 arg vernachlässigt. Wir trafen uns wenig, immerhin einmal am 6. Januar. Am Ende des Monats gestaltete die Engelstrompete (herzlichen Glückwunsch zum Nachwuchs!) für uns einen mittelalterlichen Abend.

Der Februar brachte Hochwasser, das Tagebuch ist voll mit Wasserständen. Johannes bekam die Grippe. Marie-Carmen brachte ein gutes Zeugnis nach Hause.

Im März kam Annettes zweites Buch heraus: "Nackenaktivprogramm". Auch mit der Arbeit in ihrer Praxis ist sie sehr zufrieden. Ob die Arbeit sich überhaupt noch lohnt, werden im nächsten Jahr die Gesundheitsreformbemühungen der großen Koalition zeigen. Vorlesewettbewerb in der Schule, mittelalterliche Holzwerkstatt waren weitere Aktivitäten des Monats. Torsten hat eine neue Arbeitsgemeinschaft in seiner Bibliothek, die "Geschichtswerkstatt", und vergab zusammen mit Susa und Maike einen Internetpreis für Schüler, "den kleinen Otto".
Unsere Filme des Jahres waren unzweifelhaft "Wenn Träume fliegen lernen" und "Charlie und die Schokoladenfabrik", beide mit dem von Annette sehr geliebten Johnny Depp.

In der Osternacht ministrierte Marie-Carmen. Zu Ostern zog auch Oma Inge in eine Wohngemeinschaft für Demenzkranke. Dort fühlt sie sich nicht mehr so einsam und wird gut betreut.

Und da wir nun im April sind, sei an den verstorbenen Papst erinnert, der unsere alte Dame, die kath. Kirche, bis zum Ende des Jahrtausends sicher steuerte. Der Lohn im Himmel ist ihm gewiß.

Die großen Familienfeste, auch die gab es 2005. Da war Werners (Annettes Bruder) 40zigster Geburtstag in Niemegk. Ein weiteres großes Fest feierten wir auf Burg Colmberg: Die Hochzeit von Sabine und Oliver. Herzlichen Dank für die Einladung und für das (jeweils) schöne Fest!

Eine schöne Tradition begründeten wir 2005 mit unseren Leseabenden, an denen neben uns Leni und die Familie Hackenholz/Laufer teilnehmen. Oft waren wir in diesem Jahr auch auf der Pfalz Tilleda : Im Frühjahr zum "Ritterfrühling", im Sommer auf dem "Ritterfest" und im Herbst zum "Experimentierwochenende". Unsere Darstellung ist noch nicht perfekt, aber 2005 haben wir große Schritte vorwärts gemacht. Immerhin wissen wir nun, was wir genau darstellen wollen: Eine spanische Familie des 11. Jahrhunderts aus einer Villa an der Grenze zum arabischen Al-Andalus, wir sind Caballeros Villanos.

Es begann langsam die warme Zeit auf dem Gut mit Draußensitzen und Weintrinken. Obwohl, Pfingsten war naß und kalt. Wir waren in Köthen. Unser Patenkind Mirjam hatte Konfirmation. Wir sind sehr stolz. Mit dem Sommer kam für Annette auch die Gartenzeit. Vorgarten und Seitengrundstück wurden wunderschön.

Der Juni zog ins Land. Carsten (Familienkreis) lud uns zu einer großen Geburtstagsfeier nach Roßbach. Mit der Schulklasse von Johannes machte ich ein "Völkerwanderungsprojekt". Zu Mittsommer gab es eine Suppenparty. Anna, Steffen (beide 1.0 Durchschnitt) und Cédric verließen die Latina mit Abitur. Herzlichen Glückwunsch. Danke schön für Eure Hilfe in der Bibliothek die vielen Jahre.

Die Ferienzeit kam: Marie-Carmen spielte in einem Musical über Jesus Kindheit anläßlich unseres Gemeindejubiläums mit. Unsere Ferienreise bestand aus einer Fahrradtour durch den Süden Sachsen-Anhalts.

Im August fand auch die große Gutsparty mit 2x Bands statt. Fast alle Bewohner nahmen teil.

Der September brachte warmes Wetter: Besonders schön war der Besuch auf Gut Seeburg bei der "Wolfsfrau" Pettra und den ungarischen berittenen Bogenschützen, ein beeindruckender Sport mit historischen Wurzeln. Und es war Wahl: Große Koalition und eine Kanzlerin folgten. Tschüss und Danke, Gerd!

Während andere im Herbst nach Griechenland strebten, verbrachten wir ruhige (und nasse) Tage im Harz. Halloween feierten wir mit Familie Ihrke und 12 Stunden "Herrn der Ringe". Die Kinder zogen verkleidet über das Gut. Das spannendste Ereignis des entschwindenen Jahres waren für uns die Fahrt nach Mühlhausen und das dort stattfindene Mitgliedertreffen unseres Archäologie-Forums. Oh ja, und im Herbst bauten wir ein Gewächshaus mit Blick auf den Fluß. Marie-Carmen bekam Mäusenachwuchs. Jetzt brennen schon vier Kerzen im Advent.  Morgen wird es Weihnachten. Ein lichtvolles Fest und einen guten Start ins neue Jahr wünschen Annette, Torsten, Marie-Carmen, Johannes León Kreutzfeldt und Lassekater.

zurück nach oben © Familie Kreutzfeldt, letzte Änderung am 23.12.2005, Kontakt mit den Flussbewohnern