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Herzog Widukind und die Sachsen Die Ottonen Stammbaum Heinrich I. Otto I. Otto II. Otto III. Die bayrische Linie Heinrich II. und Bamberg Die Salier, Nachfolger der Ottonen Die Arpaden in Ungarn

Auf dieser Seite schauen wir uns die bayrische Linie der Ottonen an, die drei Generationen lang den Herzog von Bayern stellte und mit Heinrich II. endlich auch zu Königs- und Kaiserehren kam.

Wir erinnern uns der Aufstände von Heinrich, dem Bruder Ottos des Großen. Dieser strebte, unterstützt von seiner Mutter Mathilde, die ihn für den geeigneteren hielt, selbst nach der Krone. Nachdem er geschlagen wurde und sich unterworfen hatte, fand ihn Otto I. gnädig mit dem Herzogtum Bayern ab. Legitimiert wurde Heinrichs Herzognachfolge des einst mächtigen Bayernherzogs Arnulf mit der Heirat von Arnulfs Tochter Judith. Heinrich schien fortan loyal, hintertrieb aber in der Italienpolitik Bestrebungen des Ottosohnes Liudolf.

Sein Sohn Heinrich der Zänker stand nach Heinrichs Tod 955 in der Nachfolge seines selbstbewußten Großvaters Arnulf und machte mit Aufständen von sich reden, bis er sein Herzogtum dadurch einbüßte. Er agierte demzufolge als unabhängiger Herzog von Bayern und nicht mehr als Sachse. Dies kostete Bayern jedoch alle Gebietsgewinne, die sein Vater Heinrich in Italien durch seine Loyalität gewann. Erst nachdem sich der Zänker nach dem Tode von Kaiser Otto II. den dreijährigen Otto III. gefangengenommen hatte und selbst nach der Krone im Reich griff, konnte er in Verhandlungen mit den Kaiserinnen Theophanu und Adelheid sein Herzogtum 985 zurückgewinnen.

Nach dem Tode des Zänkers 995 erbte dessen Sohn Heinrich das Herzogtum Bayern. Otto der Große hatte zwar genau diese Erbherzogtümer verhindern wollen, aber seine weniger durchsetzungsfähigeren Nachfolger Otto II. und Otto III. waren aufgrund ihrer Italienpolitik auf den Adel angewiesen. Die Konzeption der Ottonen konnte sich gegen die beginnende Feudalisierung des Reiches nicht durchsetzen. Auch das Reichskirchensystem stieß an seine Grenzen, wie Streitigkeiten zwischen dem deutschen Papst Gregor V. und Otto III. gezeigt hatten.

Als der Leichnam des ottonischen Märchenprinzen Otto III. in einem Trauerzug die Alpen überquert hatte, sah Heinrich seine Stunde gekommen. Er nahm sofort die mitgeführten kaiserlichen Insignien in Besitz. Sein Anspruch war zu verstehen: Er war der letzte männliche Nachkomme der Ottonen, da Otto III. keine Kinder hatte, und damit schon von Geburt her der Favorit für die Thronfolge. Bei der Beisetzung Ottos in Aachen sprachen sich jedoch die Mehrzahl der Fürsten für den Herzog von Schwaben, dem Konradiner Hermann, aus. Sollte die alte fränkische Linie die Ottonen beerben?

Heinrich II.

Aber auch die Sachsen erhoben Ansprüche. Mit dem Markgrafen Ekkehard von Meißen wollte ein alter Haudegen und Vertrauter des Verstorbenen Otto III. Erbe werden, konnte aber selbst in Sachsen nicht alle Adligen hinter sich scharen und wurde wahrscheinlich ein Opfer rachsüchtiger Fehdegegner. Damit war die Zeit der Sachsenkönige und Kaiser beendet und das Zentrum des Reiches verlagerte sich unter Heinrich II. und später unter den Saliern zunehmend in den Südwesten. Ein Schlußakkord war die "Nachwahl" von Heinrichs II. am 25 Juli 1002 in Merseburg durch die Sachsen.

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© 2002 Letzte Änderung: 26. Januar 2002