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Diese Seite beschreibt den Aufstieg von Heinrich von Sachsen zum mächtigsten Herzog des ostfränkischen Reiches, seine Königswerdung und Herrschaft.

Nach dem Tod des letzten Karolingers, Ludwig das Kind, übernahm der Herzog der Franken, Konrad, die Königswürde im ostfränkischen Reich. Das verhinderte jedoch nicht das zeitweilige Auseinanderbrechen des Landes: Lothringen fiel zum westfränkischen Reich ab, Schwaben näherte sich Burgund an, zudem brachten zunehmende Einfälle der Reiterheere der Ungarn dem Reich Instabilität. An der Küste marodierten Nordmänner auf Wikingfahrt.

Heinrichs Lieblingspfalz Memleben in Ruinen

Nur im Herzogtum Franken gelang es Konrad I. uneinschränkt zu herrschen. Ihm gegenüber stand der mächtige Herzog der Sachsen: Dies war seit 912 Heinrich, der seinem Vater Otto nachgefolgt war. Wegen eines Streits um thüringische Besitzungen des Bischofs von Mainz kam es zu einer offenen Konfrontation. Erst die Einigung zwischen den beiden Kontrahenten brachte dem Reich die Stabilität zurück. Folgerichtig wurde Heinrich nach Konrads Tod König im ostfränkischen Reich. Der Bruder von Konrad, Eberhard, unterwarf sich, blieb aber Herzog von Franken. 919 wurde der Sachsenherzog als Heinrich I. der erste Ottonenkönig. Verklärt wurde die zunächst von Franken und Sachsen vorgenommene Königswahl in der Legende vom "Vogler".

Heinrich verzichtete auf eine kirchliche Salbung, die ihn über die anderen Herzöge erhoben hätte. Aber noch war dem Auseinanderbrechen des Reiches nicht Einhalt geboten. Die Ausprägung zu Stammesherzogstümern (Sachsen, Franken, Bayern, Schwaben, Lothringen) hatte ihren Abschluß gefunden und jeder Herzog war ein kleiner König in seinem Reich. Heinrich I. band die Herzöge und Großen mit Freundschaftspakten (amicitia) an sich. Auf diese Weise gelang ihm die Einigung mit dem bayrischen Gegenkönig Arnulf, die Rückgewinnung Lothringens und die friedliche Abgrenzung zu Burgund, was Gebiete in Schwaben betraf. Dank seiner Diplomatie, dem Aufbau eines Burgensystems und einer Panzerreiterei gelingt Heinrich I. 933 der Sieg über die Ungarn. Mit Kriegszügen gegen die slawischen Stämme und der Abhängigkeit des Herzogtums Böhmen suchte er das Reich im Osten zu erweitern.

929 ordnete Heinrich auf einer Reichsversammlung seine Nachfolge. Das Prinzip der Unteilbarkeit des Reiches im Gegensatz zu den karolingischen Teilungen im alten Frankenreich setzte sich endgültig durch. Nachfolger wurde der erste Sohn, den ihm seine zweite Frau, die "dulcisima coniux nostra" Mathilde, gebar: Otto. Mathilde, deren umfangreicher Eigenbesitz bestätigt wurde, hätte den jüngeren Sohn Heinrich bevorzugt. Auf einer Jagd im Harz erlitt König Heinrich einen Schlaganfall und verstarb am 2. Juli 936 in seiner Pfalz Memleben. Bestattet wurde er auf der Pfalz Quedlinburg, welche, mit Mathildes Eigenbesitz ausgestattet, in ein Damenstift umgewandelt wurde, dem die Königin vorstand. Otto I. erbte 936 ein geeintes Reich.

zu König Heinrich: Unter der Überschrift: Ottonen und Slawen sollen in Zukunft Artikel gesammelt werden, die sich mit dem Verhältnis des ottonischen Reiches zu seinen slawischen Nachbarn beschäftigen. Es stellt sich z.B. heraus, dass Heinrich I. bei der Erstürmung der Burg Gana auf Sklavenfang für den Markt in Prag aus war, hier weiterlesen ...

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