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Herzog
Widukind und die Sachsen |
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Im 9. und zu Beginn des 10. Jahrhunderts war der geschwächte
Westen den Reiterhorden der Ungarn, die oftmals als Soldtruppen in Thronzwistigkeiten
auf der einen oder anderen Seite kämpften und danach Plünderzüge bis
nach Spanien auf eigene Rechnung unternahmen, hilflos ausgeliefert. "De sagittis
Hungarorum lebera nos, Domine!" (Vor den Pfeilen der Ungarn errette uns, o Herr)
wurde in den westeuropäischen Klöstern gebetet. Erst die Erstarkung des westfränkischen
Königtums (des Reiches der Sachsen und Franken) unter den
Ottonen beendete diese Expansionsphase des ungarischen Volkes und führte zur
Reichsgründung unter den Arpaden. |
Bildquelle: Ausschnitt des Covers der Rockoper "Istvan" |
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Ein ungarisches Königtum entstand jedoch erst unter dem Sohn von Géza, der heidnisch Vajk und nach seiner Taufe Istvan (Stefan) hieß. Er wurde von Adalbert von Prag erzogen und heiratete Gisela von Bayern, eine Tochter Heinrichs des Zänkers und Schwester des Kaisers Heinrich II. Im Jahre 1000 sandte Papst Sylvester II.den Ungarn die heute noch vorhandene Stefanskrone, erkannte damit das Land als christliches Königreich an. Istvan führte die von seinem Vater begonnene christliche und feudale Umgestaltung des Landes fort und wurde dabei vom Gefolge, deutschen Rittern und Priestern, seiner Frau Gisela unterstützt. In einen erneuten Konflikt mit dem Reich, jetzt Reich der Salier unter Konrad II., geriet Istvan 1030 durch seine Forderung seinen Sohn Imre mit dem Herzogtum Bayern zu belehnen, was aufgrund der Verwandtschaft mit der ehemaligen Herzogsfamilie (ottonisch) legitim gewesen wäre. Istvan wich jeder Schlacht aus und Konrad II. musste sich nach einem Angriff erfolglos zurückziehen, der Thronfolger Heinrich III. trat Istvan sogar im Verlauf von Friedensverhandlungen einen Grenzstreifen ab. Istvans Tod 1038 stürzte die arpadische Herrschaft auf dem Höhepunkt ihrer Macht in eine tiefe Krise, da der Thronfolger Imre zuvor bei einem Jagdunfall tödlich verunglückt war. Erst unter Ladislaus I. (1077 - 1099) gelang eine erneute Stabilisierung, die Beseitigung der deutschen Gefahr, Annäherung an Byzanz (Piroska, Ladislaus Tochter wurde Kaiserin von Byzanz) und Vordringen bis an die Adria durch Eroberung von Dalmatien und Kroatien wurde erreicht. |
Weitere Informationen zu den Ungarn unter
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Änderung: 16. Januar 2002
