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Herzog Widukind und die Sachsen Die Ottonen Stammbaum Heinrich I. Otto I. Otto II. Otto III. Die bayrische Linie Heinrich II. und Bamberg Die Salier, Nachfolger der Ottonen Die Arpaden in Ungarn

Die Nachfolger der Ottonen, die Salier, sollen hier kurz abgehandelt werden und sogar der letzte sächsische König, Lothar von Süpplingenburg, kommt vor.

Die ottonische Macht festigte sich auf der Etablierung des Reichskirchensystems. Damit vollendete sich der Aufbau einer fränkisch-sächsischen, später als deutsch begriffenen Königsherrschaft in den Grundzügen. Die Salier stützten sich weiterhin auf die Reichskirche, versuchten aber ihre Macht auch mit anderen Mitteln zu sichern. Schon Konrad II. (1024 - 1039) bezog in seinen machtpolitischen Überlegungen beginnendes Bürgertum und die wachsene Schicht der königlichen Dienstmannen (servientes, ministerialas) mit ein.

Es waren nach dem Tode des kinderlosen Ottonen Heinrich II. die Reichsbischöfe, die dafür sorgten, daß der Urenkel des Lothringerherzogs Konrad des Roten und der Ottonin Luitgard, einer Tochter Ottos des Großen, als Konrad II. (Konrad der Ältere) König wurde und dem Reich längere Thronwirren ersparte. Lediglich in Italien entstand etwas Unruhe, die Konrad bei seinem späteren Italienzug z.B. in Pavia hart ahndete. In seine Regierungszeit fielen zwei wichtige Ereignisse oder Entscheidungen: Es entstand die "Trias" des römischen Reiches: Königreich der Franken und Sachsen - Königreich Italien - Königreich Burgund. Seinen Vasallen gewährleistete Konrad II. die Erblichkeit und Unentziehbarkeit der Lehen. Er hinterließ sein Reich gesichert, ähnlich wie Heinrich II. Der Widerstand der bereits mächtigen Städte Mailand und Venedig konnte zurückgewiesen, aber nicht gebrochen werden. Noch unter den frühen Saliern können wir Rückschlüsse auf ottonischen Traditionen ziehen: So wurde Konrads Enkelin Beatrix Äbtissin des ottonischen Damenstiftes Quedlinburg. Ihre Machtbasis suchten die Salier sich jedoch in Süddeutschland, in den Herzogtümern Bayern, Schwaben und dem Königreich Burgund. Der neue "Reichsdom" in Speyer stand jedoch im Herzen des Reiches.

Schon unter seinem Sohn und Nachfolger Heinrich III. (1039 - 1056), der seine Hauptpfalz wegen der reichen Silbervorkommen nach Goslar in die sächsische Harzgegend verlegte, spitzte sich der Konflikt mit dem sächsischen Adel zu. Dieser erreichte unter Heinrich IV. (1056 - 1106) seinen Höhepunkt: 1073 mußte sich Heinrich IV. vor dem sächsischen Heer auf die Harzburg zurückziehen, dann fliehen und tatenlos zusehen, wie seine stolzen Harzburgen von den sächsischen Bauern zerstört wurden. In dieser kritischen Situation konnte sich Heinrich IV. auf das Bürgertum in den gewachsenen Rheinstädten verlassen. Im Juni 1075 gelang es dem König die Sachsen an der Unstrut zu schlagen. Dabei fiel auch Graf Gebhard von Süpplingenburg, der Vater des späteren Königs Lothar III.

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Mit diesem königlichen Sieg ließen sich aber nur die Bauern unterwerfen, die Fürsten nicht. Bald schon ergab sich im Investiturstreit die Gelegenheit zur Rache. Diesen vorrangig zwischen Kaiser und Papst ausgekämpften Konflikt können wir im Rahmen dieser Seite allerdings nur erwähnen. Heinrich V. (1106 - 1125) hatte im Sachsenland keine Machtbasis mehr. Im Sachsenherzog Lothar von Süpplingenburg, der als Lothar III. (1125 - 1137) auch König und Kaiser wurde, erwuchs dem Salier ein machtvoller Gegenspieler, der ihn 1115 am Welfesholz in der Nähe von Eisleben schlug, und eigenmächtig Markgrafen einsetzte (Konrad den Großen, Haus Wettin). Anders als Heinrich I. zweihundert Jahre vor ihm, gelang es Lothar von Süpplingenburg nicht eine weitere sächsische Königsdynastie einzurichten. Lothars Schwiegersohn, Heinrich von Bayern und Sachsen, errang vielleicht gerade wegen seiner Machtfülle die Königswürde nicht. Diese ging an die Staufer unter Konrad III. (1138 - 1152), den ehemaligen erbitterten Gegner Lothars. Aber die Geschichte der Staufer ist an anderer Stelle schon besser und ausführlicher erzählt worden. Interessanter erschien uns einen Blick auf die Arpaden zu werfen, der Entstehung des Königreiches Ungarn, welches als Folge der Lechfeldschlacht entstand.

Mehr zu den Saliern im gemeinsamen Projekt mit www.susas.de:

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