Navigation / Die Ottonenzeit

Überblicksseite Einführung Alltag Bekleidung und Schmuck Musik Bewaffnung und Rüstung Kirche und Reich Kunst und Architektur

Kunst und Architektur im deutschen Frühmittelalter

Um die Jahrtausendwende gingen vom sächsischen Kernland bauliche Impulse aus, die, in Verbindung mit übernommenen karolingischen Neuerungen, den Formenkanon der Romanik bereitstellten. Der Raum der Basilika wurde größer, die Ost- und Westteile architektonisch mehr aufeinander bezogen und die Wände durch Säulen und Nischen neu gegliedert. Mit der Einführung des Stützenwechsel konnte die Aufteilung des Langhauses in eine Folge gleicher Grundrißelemente verdeutlicht werden, die sich immer mehr nach der Größe des Vierungsquadrates richteten.

Sehr gut ist der Stil dieser Zeit an der Stiftskirche St.Cyriakus in Gernrode erkennbar. Der Bau begann wahrscheinlich unmittelbar nach der Stiftsgründung im Jahre 959 und dürfte noch im 10.Jh. vollendet gewesen sein. Es haben sich insbesondere am Ostteil und am Langhaus noch im wesentlichen die Formen der Ottonenzeit erhalten. Speziell der Ostteil mit der halbrunden Chorapside und den Nebenapsiden am Querhaus wirkt sehr altertümlich. Ebenso kann gelten, dass die Ostkrypta in der selben Bauzeit entstand. Der Innenraum selbst wird durch den Wechsel von Pfeilern und Säulen bzw. die Langhausemporen bestimmt, die verm. auf byzantinische Vorbilder zurückgehen.

  

Sehr gut ist der Stil dieser Zeit an der Stiftskirche St.Cyriakus in Gernrode erkennbar.

Quelle der Abb.: Architektur, Berlin: Volk u. Wissen, 1968

Die ottonische Kunst an sich ist am besten in der Buchmalerei repräsentiert, Die „Bamberger Apokalypse ist ein schönes Beispielt dafür.

Quelle der Abb.: Bamberger Apokaypse als Faksimile-Ausgabe des Faksimile-Verlages Luzern.

Verwendete Literatur und Quellen:

  • Wilfried Koch, Baustilkunde Bd.1 Sakralbau; Bertelsmann Lexikon Verlag, Gütersloh 1993

  • W. Tjashelow, Kunst des Mittelalters; Verlag der Kunst, Dresden 1981

  • Handbuch der hist. Stätten Deutschlands Bd.XI ;Hrsg.von Prof. Dr. Berent Schwineköper; Alfred Kröner Verlag Stuttgart 1987

Die ottonische Kunst an sich ist am besten in der Buchmalerei repräsentiert. Ein reich verziertes Buch galt, was Widmungsblätter beweisen, als gottgefälliges Geschenk. Verfasst bzw. abgeschrieben wurden vor allem liturgische Bücher und Evangeliare. Im Zentrum der Darstellungen stand das Menschenbild. Landschaften sind bestenfalls symbolisch abgebildet. Sie wurden auch durch einen neutralen, manchmal goldfarbenen Hintergrund, ersetzt. Illustrationen beschränkten sich in den Büchern auf besondere Seiten. Die Formensprache war streng. Die Umrisslinie dominierte die Binnenzeichnung.

Aber auch auf dem Gebiet der Plastik gibt es wichtige Beispiele ottonischer Kunst. So das Gero-Kreuz in Köln, das im Auftrag des Erzbischofs Gero um 975 entstand und sich heute im Dom befindet. „Die Bestimmung der ottonischen Plastik schwankt noch zwischen der wertvollen Umrahmung des geheiligten Gegenstandes und dem Bild an sich. Kruzifixe, thronende Madonnen und Heilige waren die neuen Themen der westlichen Kunst, die sich in der ottonischen Zeit entwickelte.“ (Zit. „Kunst d. Mittelalters“,Verl.d.Kunst Dresden,1981;S.103)

zurück zur Ottonenzeit Seitenanfang Home Kontakt Gästebuch Impressum Sitemap
© 2002 Letzte Änderung:
14. Juni