Liturgie
Im alten Griechenland: Beitrag der Bürger zum Unterhalt der Gemeinde und ihrer Einrichtungen, Vorläufer der Steuer. Heute: Alle ordnungsgemäß bestehenden gottesdienstlichen Handlungen.
Dieses Wort kommt aus dem Griechischen, leiturgos eigtl. "Staatsdiener"; zu laos "Volk" + ergon "Werk".
Accentus
(lat. »Betonung«), Singart der Liturgie, aus dem Sprechvortrag entwickelt. Im Lese-, Gebets- oder Psalmton bewegt sich der Vortragende auf mittlerer Stimmhöhe. Nur am Anfang und Ende wird die Stimme gehoben oder gesenkt. Gegenteil zum Concentus.
Concentus
Gegenteil zum Accentus.
Cantus
Kommt aus dem Italienischen canto, Gesang, wird in verschiedenen Bedeutungen und Verbindungen gebraucht:
Cantus planus
(Musica plana, franz. plain chant) ist der mit Choralnoten aufgezeichnete Gregorianische Kirchengesang. Die mensurierte, also mit Bezeichnung für die Tondauer versehene Musik heißt dagegen Cantus mensuratus oder Cantus mensurabilis. Cantus figuralis, Figuralmusik, ist im 15. bis 17. Jahrhundert mehrstimmige, polyphone Musik, steht also im Gegensatz zum Cantus choralis, der einstimmigen Gregorianik.
Cantus mensurabilis
Siehe "Cantus planus"
Cantus firmus
auch c. f., heißt fester Gesang, d. h., der Cantus firmus oder Cantus prius factus, die vorher gemachte Stimme, ist eine frei erfundene oder anderen Quellen entnommene Melodie, die dem Tonstück zugrunde gelegt wird, meist im Tenor.
Kirchentonarten

Wie der Name schon sagt, Tonarten des Mittelalters die in der Kirchenmusik (bis heute) verwendet werden. Es gibt von ihnen 12.
Die 12 Kirchentonarten nach H. Glareanus
Kithara
Das wichtigste Saiteninstrument der Griechen ähnelte anderen Saiteninstrumenten der Alten Welt, z. B. dem Crwth (Chrotta). Die Zahl der Saiten schwankte zwischen 4 und 18. Die Kithara wurde wie die spätere Handharfe an der Brust oder im linken Arm gehalten und entweder mit den Fingern oder mit einem Dorn, einem Plektron (kleines Plättchen aus Holz, Metall oder Elfenbein), angerissen. Aus dem Wort Kithara entwickelten sich Gitarre, Chitaronne und Zither (die wir daher noch mit th schreiben).
Flageolettöne
werden Töne auf Streichinstrumenten genannt, die bei leichtem Berühren der Saiten entstehen, und zwar an den Schwingungsknotenpunkten, also an der Hälfte, dem Drittel, Viertel usw. der Saiten. Flageolett-Töne klingen hauchig, ätherisch, gespenstisch.