Einmal Otto und zurück

Stellt Euch vor: Es war einmal ein Schiff. Dieses Schiff hieß Bibinautika. Es war kein Schiff, das über die Meere fuhr, sondern die Bibinautika konnte über alles oder durch alles fahren, was ihr Euch vorstellen könnt. Sie war auch kein totes Ding, das gesteuert werden mußte, sondern die Bibinautika war ein lebendes Wesen, das einzige lebendige Schiff, das es in diesem Universum gab. Zusammen mit seiner Besatzung erlebte es viele Abenteuer. Besonders interessant war für die Bibinautika die Vergangenheit des Planeten Erde. Und so geschah es, daß die Bibinautika eines Tages auch Otto den Großen traf, dem im 10. Jahrhundert mächtigsten König in Europa. Das Abenteuer könnt Ihr gleich im Anschluß lesen. Viel Spaß! Die Vorgeschichte unseres Abenteuers, wie wir zur Bibinautika bzw. wie die Bibinautika zu uns kam, ist unter der Menüleiste aufgeführt.

Vorgeschichte

Wie ein Bibliothekar zu einem Schiff kam

1. Kapitel

Buddha hatte wieder einmal in der Bibliothek gewühlt

2. Kapitel

Auf dem Marktplatz unterhalb des Giebichenstein

3. Kapitel

Im Namen des Markgrafen

4. Kapitel

In Quedlinburg

Epilog

Was die Quellen dazu sagen

Wie ein Bibliothekar zu einem Schiff kam

Es war an einem Februarnachmittag, als freundliche Sonnenstrahlen den sonst so trüben Tag aus dem Lesesaal der Schulbibliothek vertrieben. Es waren nur noch einige Schüler in der Bibliothek, die entweder den Weg nach Hause nicht antreten wollten, oder später noch Unterricht hatten. Der Bibliothekar döste verträumt hinter seinem Ausleihcomputer in den Feierabend hinein. Nichts konnte die vermeintliche Harmonie mehr stören. Doch mit einem Ruck ging die Tür auf, locker und chaotisch, wie er es immer zu sein vermag, kam der Buchhändler, der öfters mal vorbeischaute, mit einem großen Karton Bücher unter dem Arm in die Bibliothek herein. "Pass auf, es zieht..." konnte man noch vom Bibliothekar hören, aber da krachte es schon laut - die Tür war zu. "...Oh, sorry..."! "Ist schon O.K....was hast denn du da alles wieder mitgebracht?" "Nur ein bisschen alten Plunder, uralte Bücher die eh keiner liest...hab ich auf dem Speicher gefunden...schau es dir mal an, vielleicht willst du sie ja haben! Ansonsten schmeiß ich sie weg, es frisst nur Platz", sagte der Buchhändler und drückte dem etwas perplex aussehenden Bibliothekar die Bücher mit einem Ruck in die Hand. Dieser sah sich die Bücher nach und nach an, blätterte hier und da einmal durch, stöberte dort mal ein bisschen, bis er sich alle angesehen und keins für vernünftig erklärt hatte. Er wollte schon sagen, dass er keines haben wolle, aber da sah er ein kleines schwarzes Büchlein, nicht größer als eine normale Diskette, auf dem allerlei wunderliche Buchstaben standen, auf dem Boden liegen. Der Bibliothekar nahm das Buch in die Hand und sagte, ohne das er es direkt wollte oder gesteuert hatte und wahrscheinlich eher aus Höflichkeit dem Buchhändler gegenüber, damit der nicht ganz sinnlos gekommen ist: "Das hier nehme ich, die anderen kannst du wieder mitnehmen!" "Und du bist dir wirklich sicher, dass du kein anderes willst? Och nee, das ganze Zeug wieder 3 Etagen runterschleppen...naja, was soll's, mach's mal gut, wir sehen uns sicher bald wieder!" "Bestimmt", sagte der Bibliothekar. Nachdem der Buchhändler - abermals mit einem lauten "Krach" - aus der Tür verschwunden war, und alle, die noch in der Bibliothek waren, einmal reihum mit dem Kopf geschüttelt hatten, schlug der Bibliothekar das Büchlein auf. Darin stand, jetzt in Deutsch: "Wer dieses hier zuerst liest, wird der neue Capitano sein!" Der Bibliothekar verstand erst gar nicht, und so beorderte er Micha, Steffen, Norbert, Cédric, Caro und Anett zu sich, die noch mit die letzten in der Bibliothek waren. Alle blickten einmal in das Büchlein. Keiner verstand das, was darin stand wirklich, und so wollten alle wieder ihren Tätigkeiten nachgehen, denn nachdenken war jetzt so ziemlich das letzte, was man nach dem Schultag noch wollte. Doch plötzlich knallte es fürchterlich laut, und das Büchlein verwandelte sich in ein winzi g kleines Schifflein, nicht größer als ein Tischtennisball. Da grinsten alle und spotteten über Tolito, der jetzt der Capitano eines Miniaturschiffes war!


Doch es knallte nochmals laut, und aus dem kleinen Schiffchen stieg unaufhörlich Nebel auf. Man hörte es noch laut krachen und bersten, Scheiben klirrten, dann ein Schrei von Tolito, der sich zu entfernen schien. Als der Nebel weg war, sah die Bibliothek aus wie ein Schlachtfeld, die gesamte Fensterfront war zersplittert, die Bücherregale zerstört, überall lagen Bücher herum, die Tische waren zerbrochen, und das Dach war auch weg. Als erster überwand Micha die Sprachlosigkeit, und er sagte einfach nur: "Na, da wird die Schulleitung aber feiern...die glauben uns doch kein Wort....ein kleines Schiff ist gekommen und hat die Bibo zerlegt...na Holla die Waldfee! " Dann sagte Steffen scharfsinnig: "Wo ist eigentlich Tolito??" "Vielleicht ist er aus dem Fenster gefallen?!" "Quatsch, Norbert, der stand doch genau hier, viel zu weit weg vom Fenster!", sagte Anett. Doch plötzlich verdunkelte sich der Himmel ein wenig, und die 6 schauten nach oben. 6 lange Tentakel kamen aus dem sich über ihnen bewegenden Etwas, packte sie, und zog sie zu sich rein. Als sie die Augen wieder auf machten, befanden sie sich in einem Raum, fast genauso aussehend wie eine Käpitänskajüte in einem alten Schiff. Und vor ihnen stand, frisch heraus geputzt und haargenau wie ein Kapitän von einem portugiesischem oder spanischem Schiff gekleidet, Tolito. Über beide Ohren grinsend verkündete er: "DAS ist mein Schiff, nicht das kleine von vorhin. Und das liebenswerte Schiff hier hat mir in dem Logbuch da drüben mitgeteilt, was es ist, und es war der Meinung, das ihr die passende Besatzung des Schiffes seid. Ist das nichts???" Schweigen machte sich breit. Dann kam ein leises "Aha...", aber dann verstummte man auch wieder. "Das Schiffchen hier heißt übrigens Bibinautika, ist doch passend, gelle? Und es ist so groß, da können wir hundert Mal Ringelpietz mit Anfassen machen und haben immer noch Platz!!!" Wieder kam ein stumpfes "Aha...", denn es war schon wirklich eine etwas unrealistisch wirkende Situation. "Ihr habt übrigens alle selbst eine Kajüte, die sind alle sehr schön geräumig, sogar für dich, Micha....kicher. Andere Namen habt ihr jetzt übrigens auch, aber die könnt ihr euch aussuchen." "Dann nehme ich Buddha, denn der war nun wirklich man nix normales, und das Schiff ist ja auch..." "Ja Steffen, wir wissen" unterbrach ihn Micha "Ich mach's mir nicht so schwer, ich nehme Mischa!!" "Ich nehme Gate...weiß eigentlich gar nicht warum...is halt cool." "Ich bleib Caro, das ist auch einfacher..." "Und was soll ich nehmen?" Sagte Anett vorsichtig. Und alle grölten mit einem Mal "Bonsania" und somit war dies auch beschlossen. Nachdem sich alle ihre Kajüten angesehen hatten, überlegte man sich eine Aufgaben Verteilung für alle einzelnen Personen. Nach langen Diskussionen stand fest: Gate wird der neue Navigator, Buddha der gelehrte und erste Offizier, Mischa die Leibgarde des Capitano und vorläufig Koch, da kein anderer der hohen Kunst des Kochens so gut mächtig war, Bonsania wurde die Person, die alle wichtigen Reisen und Touren bis ins letzte Detail planen sollte, und Caro kam, auf Grund ihrer Größe, in den Ausguck. Damit stand die Mannschaft und war bereit für die vielen folgenden Abenteuer.

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Letzte Änderung: 17. April 2002