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Es ging auch mit dem Wittekind voran: Seit Mai verfügen
wir im Steinweg 17 über ein Büro. Am Ende des Jahres können wir ganz
zuversichtlich sein. Die Ämter haben sich für unser Konzept ausgesprochen
und sogar der Bürgermeister hat uns registriert. Nächstes Jahr wird wohl
der Stadtrat entscheiden, wir werden sehen. Es wurde in der zweiten Hälfte des
Jahres richtig spannend: Investoren schalteten sich ein, Mitbewerber wurden im letzten
Moment noch einmal ins Boot geholt. Aber da denen auch Millionen fehlten, haben wir
am Ende doch die Nase vorn.
Und auch in Bad Sulza, dem Familiengrundstück in Thüringen,
waren wir in Hinsicht auf "Aufbau Ost" tätig. Der neue Hüttenbau
gestaltete sich schwierig und Vater, Sohn und Schwiegersöhne hatten damit das
ganze Jahr zu tun. Der Zulieferer hat besonders die Dachkonstruktion auf Lawinenabgang
in den Alpen abgestimmt. Schnell und erfolgreich verlief dahingehend das Einreißen
und Neubauen des Klohäuschens, Werner und Torsten sei Dank.
Die Energieversorgung Halle lud uns zu Beginn des Sommers zu
dem großartigen Abschlußkonzert des Händelfestivals in der Galgenbergschlucht
ein, mal ein kleiner Bonbon für das Engagement fürs Wittekind. Zu Pfingsten
verbrachten wir unseren Urlaub auf Gomera mitten in einer Bananenplantage und nahe
des schwarzsandigen Strandes. Höhepunkt war die Ausfahrt mit einer Segeljacht
mitten hinein in eine Schule von ca. 80 Fleckendelphinen. Käpt´n Oli sei
Dank und möge er noch viele Male Kap Horn umsegeln!
Mit dem Sommer mußte sich Torsten auch von vielen liebgewonnenen
Schulkindern verabschieden, die mit dem Abitur die Latina verließen. Endlich,
endlich wurde auch die Schulbibliothek renoviert und mit einem wunderschönen
Lese-, Spiel-, Arbeits- und Internetsaal ausgestattet. Dafür
sei noch einmal Günter Treizel, der sich auch als guter Freund bei Wittekind-Projekt
erwies, sehr herzlich gedankt. Was wären wir ohne unsere Freunde? Schon vor dem
Bibliotheksausbau haben Torsten und ein Schüler, Paul, mit einer Lesereihe "Märchenabend"
sich und den Schülern viel Freude bereitet. Auch nach dem Abitur von Paul wird
die Reihe fortgesetzt, nachdem ein Lehrer, Peter, ein Trio vollmachte.
Annette hat sich in Ihrer neuen Klinik bei Prof. Riede gut eingelebt. Sie arbeitet
jetzt an einen zweiten Facharzt für Physikalische und Rehabilitative Medizin.
Die halbe Stelle hat dem Familienleben gut getan. Aber bei einer lediglich halben Stelle
wird es sicher nicht bleiben, denn hier haben sich neue Perspektiven für Annette
aufgetan.
Aus Johannes León ist inzwischen ein junger Hüpfer geworden, stets gutgelaunt
und für Ritter schwärmend. Marie-Carmen ist unser Elfenkind. Kaum zu glauben,
daß die "Kleine" nächstes Jahr schon eingeschult wird.
Gefreut haben wir uns über den Familienzuwachs bei Annettes Schwester Brigitte.
Torsten ist zudem Patenonkel von Niklas Christian. Aber gleichzeitig trauern wir sehr
über den Tod von Annettes Onkel Hans, dem letzten Abenteurer. Vielleicht wußte
er gar nicht, wie sehr wir ihn gemocht haben.
Noch einmal mit Herzensgrüßen
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