Auswahl der Weihnachtsbriefe: 2004 2003 2002 2001 2000 1999

wünschen Annette, Marie-Carmen, Torsten & Johannes León Kreutzfeldt.
Mit diesem Weihnachtsbrief möchten wir Euch wieder auf dem Laufenden halten, was im ablaufenden Jahr 1999 so bei uns geschah:

Wieder sind die dunklen Tage gekommen, die Datumsanzeige geht auf "00" zu. Dieses Jahr war arbeitsreich, mühsam, aber es war ein glückliches Jahr. Es schwankte durch alle Monate hindurch zwischen Unruhe und Konsolidierung.
Begonnen hat das Jahr auf dem kalten Deich in Dithmarschen, wir waren dort bei lieben Leuten zu Besuch. Die Kinder werden die schönen Pferde und die Tage im Schwimmbad nicht vergessen. Der Januar endete mit einem großen Schock: Torstens Mutter kam in die Klinik und es war rasch klar, daß sie nicht mehr auf eigenen Füßen stehen konnte. Das Amtsgericht bot eine Betreuung an, die Wohnung war aufzulösen und der Lebensmittelpunkt der Mutter in unsere Nähe zu verlagern. Ohne die Hilfe von den lieben Freunden, Andrea, Frank und Mathias wäre das nicht geglückt. Inzwischen lebt die alte Dame in Naumburg und muß sich noch einleben.
Torsten hat sich dagegen gut im digitalen Dorf, dem Internet, eingerichtet. Und leibhaftig konnte man sich davon überzeu-gen, als eine kleine Gemeinde sich in unserer Küche traf, um zu spielen ("Entdecker") und sich mal ohne Tastatur und Bild-schirm zu unterhalten. Es sind neue Freundschaften entstanden und vorallem den Besten aller Babysitter, Stefan, wollen wir noch oft mit spanischer Küche verwöhnen.

Apropos Spanien: 1999 war ein Heiliges Jahr in Santiago de Compostela. Aber wir haben den Massenandrang lediglich via Web-Cam im Internet verfolgt. Aber Torsten hat einen Vortrag in der Katholischen Akademie über die Jakobspilgerei und spanische Geschichte gehalten. Unsere Dias von 1992 und 1994 kamen einmal wieder zu Ehren.

Es ging auch mit dem Wittekind voran: Seit Mai verfügen wir im Steinweg 17 über ein Büro. Am Ende des Jahres können wir ganz zuversichtlich sein. Die Ämter haben sich für unser Konzept ausgesprochen und sogar der Bürgermeister hat uns registriert. Nächstes Jahr wird wohl der Stadtrat entscheiden, wir werden sehen. Es wurde in der zweiten Hälfte des Jahres richtig spannend: Investoren schalteten sich ein, Mitbewerber wurden im letzten Moment noch einmal ins Boot geholt. Aber da denen auch Millionen fehlten, haben wir am Ende doch die Nase vorn.
Und auch in Bad Sulza, dem Familiengrundstück in Thüringen, waren wir in Hinsicht auf "Aufbau Ost" tätig. Der neue Hüttenbau gestaltete sich schwierig und Vater, Sohn und Schwiegersöhne hatten damit das ganze Jahr zu tun. Der Zulieferer hat besonders die Dachkonstruktion auf Lawinenabgang in den Alpen abgestimmt. Schnell und erfolgreich verlief dahingehend das Einreißen und Neubauen des Klohäuschens, Werner und Torsten sei Dank.
Die Energieversorgung Halle lud uns zu Beginn des Sommers zu dem großartigen Abschlußkonzert des Händelfestivals in der Galgenbergschlucht ein, mal ein kleiner Bonbon für das Engagement fürs Wittekind. Zu Pfingsten verbrachten wir unseren Urlaub auf Gomera mitten in einer Bananenplantage und nahe des schwarzsandigen Strandes. Höhepunkt war die Ausfahrt mit einer Segeljacht mitten hinein in eine Schule von ca. 80 Fleckendelphinen. Käpt´n Oli sei Dank und möge er noch viele Male Kap Horn umsegeln!
Mit dem Sommer mußte sich Torsten auch von vielen liebgewonnenen Schulkindern verabschieden, die mit dem Abitur die Latina verließen. Endlich, endlich wurde auch die Schulbibliothek renoviert und mit einem wunderschönen Lese-, Spiel-, Arbeits- und Internetsaal ausgestattet. Dafür sei noch einmal Günter Treizel, der sich auch als guter Freund bei Wittekind-Projekt erwies, sehr herzlich gedankt. Was wären wir ohne unsere Freunde? Schon vor dem Bibliotheksausbau haben Torsten und ein Schüler, Paul, mit einer Lesereihe "Märchenabend" sich und den Schülern viel Freude bereitet. Auch nach dem Abitur von Paul wird die Reihe fortgesetzt, nachdem ein Lehrer, Peter, ein Trio vollmachte.
Annette hat sich in Ihrer neuen Klinik bei Prof. Riede gut eingelebt. Sie arbeitet jetzt an einen zweiten Facharzt für Physikalische und Rehabilitative Medizin. Die halbe Stelle hat dem Familienleben gut getan. Aber bei einer lediglich halben Stelle wird es sicher nicht bleiben, denn hier haben sich neue Perspektiven für Annette aufgetan.
Aus Johannes León ist inzwischen ein junger Hüpfer geworden, stets gutgelaunt und für Ritter schwärmend. Marie-Carmen ist unser Elfenkind. Kaum zu glauben, daß die "Kleine" nächstes Jahr schon eingeschult wird.
Gefreut haben wir uns über den Familienzuwachs bei Annettes Schwester Brigitte. Torsten ist zudem Patenonkel von Niklas Christian. Aber gleichzeitig trauern wir sehr über den Tod von Annettes Onkel Hans, dem letzten Abenteurer. Vielleicht wußte er gar nicht, wie sehr wir ihn gemocht haben.
Noch einmal mit Herzensgrüßen

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Aus dem Archiv: Letzte Änderung: 22.12.2004

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