Der Weihnachtsbrief für 2005 ! und Aktuelles von unserer Insel !
Auswahl der Weihnachtsbriefe: 2004 2003 2002 2001 2000 1999

wünschen Annette, Marie-Carmen, Torsten & Johannes León Kreutzfeldt. Mit diesem Weihnachtsbrief möchten wir Euch erzählen, was im vergangenen Jahr 2004 so bei uns geschah:

Eben ein Gespräch am Tor mit einem Nachbarn: 2004 war ein Jahr mit einer trüben Stimmung! Das kann man aus unserer Warte sooo nicht sagen. Es war das 2te Jahr auf der Nachtigalleninsel, dem Heim in Gut Gimritz. Wir haben den Umzug hierher nicht bereut. Und unsere Liebe ist trotz abnehmender Jugendlichkeit frisch und blühend. Die Kinder wachsen und gedeihen: Marie-Carmen erlebte in diesem Jahr die ersten Monate auf dem Gymnasium. Johannes geht in die 2te Klasse der Montessori-Schule und spielt außer Theater auch Schach und Fußball. Wir haben sogar einen Kater, Annettes 3tes Kind. Es ist nicht so, dass wir keine Sorgen haben, aber ...


Hinter dem Dornröschenpförtchen
Sitzt ein leicht ergrauter Elf,
Ehemann von Schneewittchen,
Die alle Prinzen sitzen ließ
Für eine Elfenhöhle am Fluß, dort,
Wo Motzelfen Ratten züchten
Und Elbenkater Orks besiegen
Hinter dem Dornröschenpförtchen
Kocht Schneewittchen Kürbissuppe
Und lockt den Elf rasch nach Haus.

Nun zu diesem Jahr: Das letzte Weihnachten brachte uns großen Frieden. Sylvester sahen wir Mathias aus Hamburg wieder. Er erlebte den Fehlstart in dieses Jahr: Einbruch in Bad Sulza. Auch Oma Inge war bei diesem Ausflug mit von der Partie: Ihr Zustand blieb 2004 unverändert. Ansonsten Winterzeit in der Wohnhalle: Der Reiher segelt vorbei, im Park geht ein Fuchs spazieren. Christine Kaufmann hatte die Zeichnungen für "Pico, oh Pico", Torstens Kinderroman, fertiggestellt. Bislang hat sich aber leider kein Verlag dafür gefunden.
Der Februar brachte den ersten Guts-Kulturabend: Pfarrer Rehahn danken wir für den schönen Dia-Abend über die Romanik, zu dem auch viele Nachbarn kamen. Wir waren in Köthen bei der Beyer-Familie, Karin, Mirjam, Tabea und Torsten. Mit Notebook und Schwert fuhr Torsten nach Tilleda. Brigitte, Niklas und Michi schauten vorbei.
Es wurde März. Der schönste März seit vielen Jahren und dennoch Trauermonat: Es explodierten Bomben in Madrid, was uns sehr erschütterte. Die span. Regierung musste endlich den Willen der Bevölkerung akzeptieren und sich aus dem Irak zurückziehen. Doch im März ließen wir auch das erste Mal Paddelboote (Danke Carsten und Ute) auf der Saale ins Wasser. Mitpaddler war mein Neffe Maximilian. Im März begann Annette mit ihren Ex-Kollegen ein neues Buch. Gleichzeitig startet sie mit dem Arbeiten an ihrem in diesem Jahr zu recht gelobten Garten.
Der April begann mit Torstens (und Steffens) Reise nach Hamburg zur Etruskerausstellung und gleichzeitig Mathias zu besuchen. Ostern waren wir in Dessau. Im April kam Torstens Boot "Paikea" zu uns auf das Gut. Klaus Schmerler, von Kanada zurück und auf den Weg nach Brasilien, half bei der Jungfernfahrt mit dem Paddeln. Leni Kleberg, unsere, von allen geliebte, zweitälteste Gutsbewohnerin lud zu einem kleinen Umtrunk für die netten Nachbarn. Der April brachte am Ende aber Marie-Carmen einen gebrochenen Finger, deshalb wechseln wir schnell zum ...
Mai. Torstens Schülerarbeitsgemeinschaft und die "Sponsoren" aus Düsseldorf trafen sich in Osterode. Der Höhepunkt im Mai war aber ohne Zweifel Gerhards 70zigster Geburtstag, gefeiert in Oranienbaum. War das im Mai ? Ich habe kalte Erinnerungen an den Tag, was aber am Wetter, nicht an der guten Stimmung und den vielen Gästen lag. Im Mai ereilte uns eine "Mäusekatastrophe", zu deren Beseitigung Kater Lasse sicher gerne beigetragen hätte: Ein vom Carmenkind gekaufter Nager erwies sich als Überraschungspackung". Gottseidank gab es liebe Leute, die einen Teil des Wurfes übernahmen. Weiteres Familiäres in diesem Monat: Neffe Michaels 1te Heilige Kommunion und Maximilians Abenteuertage in Belzig. Torsten Beitrag: Feierliche Verleihung eines (Schaukampf-) Schwertes.
Und wie sehr wir auf den Computer angewiesen sind, erlebte Torsten im Juni. Sein zweites Gedächtnis, die Festplatte des Notebooks war vollkommen zerstört. Vater Blume sei Dank, dass die Gerätschaft wieder zur Fabrikation dieses Weihnachtsbriefes beitragen kann. Zu Mittsommer gab es den zweiten Guts-Kulturabend: Ein Märchenabend mit Paul und Torsten. Die letzten Gäste gingen nachts um drei. Der Sommer ist die Zeit, in der wir auf unserem Hof oft noch lange bei Leni auf der Terrasse sitzen. Und es gab eine Fußballmeisterschaft mit einem Überraschungssieger. Auch die Tanzveranstaltungen von Norlha und Marie-Carmen wollen wir hier nicht vergessen.
Im Juli begannen endlich die Ferien. Erster Höhepunkt: "Barbarossas Rückkehr auf Pfalz Tilleda" Die ganze Familie + Neffe Maximilian (staatlich geprüfter Steinschleuderschütze) machte eine Reise ins Mittelalter. Die zweite Reise blieb im Thema: Wir besuchten unsere liebe Freundin Sylvia Luetjohann auf der Burg Rheinfels. Zum Sommerbuch 2004 wurde die Baumeistertrilogie von Ellis Peters gewählt.
Der August war warm. So gehört es sich auch. Wir machten fast täglich Paddeltouren auf der Saale und es gab netten Besuch z.B. von Familie Music. Die Bevölkerung auf Gut Gimritz wuchs an: Nach der kleinen Anna wurde als zweites Gutsbaby die kleine Josefine Ottmarie geboren.
Der Herbst brachte schöne Ausstellungen mit z.B. die Domschatzausstellung in Merseburg und natürlich die "Himmelsscheibe". Zum Nachfragen haben wir in der Nachbarschaft ja den "bronzezeitlichen Heinrich". Zu Torstens Geburtstag bereiteten ihm seine "Bibliotheksstammgäste" eine tolle Überraschung: Eine mit Luftschlangen und -ballons geschmückte Bibliothek.
Im September hatten wir britischen Besuch und traditionell war auch Susa bei uns zu Gast.
Im Oktober gab es neben einer Stippvisite von Hans-Martin Flesch und Onkel Werner und Tante Helge für Torsten eine Reise nach Polen und zudem einen Herbsturlaub aller Kreutzfeldts (außer Lasse) mit Familie Dapper an der Schlei (Schleswig-Holstein).
Der November brachte das Ende des Portugiesisch-Unterrichtes mit sich, leider, einen Vorlesewettbewerb in der Bibliothek, einen "kleinen Otto" (Internetpreis für Schüler, verliehen von der AG, Torsten und Susa). Annette und Marie-Carmen fuhren (lange schon geplant) nach Wien und besuchten neben dem Hundertwasserhaus Silke und Stefan Becker.
Nun stand der Nikolaus schon vor der Tür. Adventliche Stimmung zieht ein auf unserem Gut. Annette hat wenig im Garten zu tun. Torsten hat sich statt aufs Paddeln auf den Schwertkampf verlegt. Und wenn er nicht der Himmelsscheibe und dem Sonnenwagen im Landesmuseum so viel zugeprostet hätte, wäre dieser Weihnachtsbrief viel früher fertig geworden.

Mit Herzensgrüßen Eure Kreutzfeldts

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22.12.2004 © Weihnachtsbrief der Familie Kreutzfeldt Mail an die Kreutzfeldts