
Auswahl der Weihnachtsbriefe:
2004
2003
2002
2001
2000
1999
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Ein Engel trompetet. |
Die Zeit ist so rasch vergangen
wie eine aus den Augenwinkel gewischte Träne: Und dieser Weihnachtsbrief wird
zu einer von Nikolaustag zu Nikolaustag reichenden Chronik unserer Familienereignisse.
So manchen Geburtstag haben wir sicher in der Hektik dieses Jahres vergessen: Deshalb
sollen sich alle noch einmal nachträglich umarmt und beglückwünscht
fühlen. |
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"Whale-Rider". Das Maori-Mädchen Pai setzt sich gegen ihren Großvater und Stammesführer durch und wird zum Walreiter und neuen Führer ihres Stammes, wie weiland eine der Vorfahren ihrer Großmutter, einer Stammesführerin, die bei der Landnahme Neuseelands den Stamm rettete. Ein wundervoller Film über Mädchen, Männer und Wale! Marie-Carmen liebt Pai! Einen richtigen Buchfavoriten hatte Torsten diesen Sommer nicht: Einen etwas älteren Titel verschlang er in der Sommerhitze: Winona LaDukes "Last standing woman", eine Indianer-Chronik. Etwas anders und z.T. amüsanter war die Romanvorlage zu "Whale-Rider" von Witi Ihimaera. |
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Sylvester waren wir in Brandenburg und feierten
schön, verabschiedeten das verflossene Jahr und begrüßten das neue,
als wäre es ein alter Freund. Überhaupt wird in Niemegk viel gefeiert. So
erlebten wir diesen Herbst dort ein Oktoberfest, das es in sich hatte. Immerhin fanden
alle noch nach Hause. |
Neffe Michael, Marie-Carmen, Torsten, Neffe Niklas und Annette in Bleckmar, Impression aus dem heissen Sommer 2003: Wir streuten den Hühnern Eis ins Futter, damit sie keine hartgekochten Eier legten, ähem. |
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Da kann man nur wegrennen, meint der Hannes. |
In Halle konnten wir uns weiter mit der Höhlenmalerei
beschäftigen. Nach der Ausstellung in Dresden, schon im letzten Brief erwähnt,
brachte uns Herr Bosinski im Januar Neuigkeiten von der Grotte Chauvet mit und wir
durften den Spuren einer jungen Frau folgen, die vor über 25 000 Jahren mit ihren
Hund/Wolf die bemalte Grotte/Das Heiligtum betreten hatte. |
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Der März brachte Paul und mir den 25zigsten Märchenabend, ein Grund zum Feiern. Und das Märchenvorlesen geht immer noch weiter. Im März ging Annettes und Torstens Liebe zudem ins 11te Jahr und sie rostet nicht, auch wenn bei uns, nicht bei der Liebe, die ersten Lackschäden auftreten. Mit dem "Herrn der Diebe", dem Buch von Frau Funke, wurde es ein fantasievoller März, aus dem wir jäh erwachten, weil ein Cowboy beschloss, Krieg zu spielen. Mathias Claudius fiel mir ein: "Es ist Krieg...". Nun kam die Buchmesse in Leipzig. Eine "mittelalterliche Lesung" auf Burg Wettin schloss sich an: Lange hatten die Spielfrau "Engelstrompete" und Torsten geübt, um Literatur und mittelalterliche Unterhaltung unter einen Hut zu bringen. Auf Burg Wettin und später im Jahr in der Doppelkapelle Landsberg konnte man sich davon überzeugen, ob es gelungen ist. Nach 40zig Jahren gab Ursula ihren Buchladen auf und wir wünschten den jungen Nachfolgerinnen viel Glück. Die ersten Frühlingstage kamen und wir freuten uns über die Sonne. Es wurde April und doch noch ein Fest: Hans-Joachim Marchio, der Unruhegeist der Katholischen Akademie wurde 60zig. Kaum zu glauben!Es wurde Ostern, wir mussten unsere Siebensachen zusammenpacken, während Marie-Carmen mit Oma und Opa in den Urlaub fahren konnte. |
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Der Mai kam ins Land und der Hinterhofblues in
Glaucha war beendet, einen blühenden Kirschbaum mussten wir lassen, fortan würden
wir Inselbewohner sein. Ach, es ist schön, auf Bäume und Wolken zu blicken.
Mit Umzug und Sommerhitze begann für Johannes ein Besuch in die Welt des Theaters.
Die Kinderrolle in "Fabian" im Neuen Theater in Halle brachte auch ein kleines
Taschengeld und eigenständige langersehnte Anschaffungen. Und um die Ereignisfülle
perfekt zu machen, eröffnete Annette im Mai ihre Praxis, bzw. stieg mit in die
wunderschönen Räume ihres Kollegen Christian Hellmann ein. Ende Mai traf
sich die Familie zur Erstkommunion unseres Neffen Georg. Es wurde warm und unser Familienkreis
machte eine kleine Reise zur Steinsburg in Thüringen. Grillen, Wandern und keltische
Kultur wurde von allen genossen. Es regnete sogar! Aber Pfingsten war es wieder unerträglich
heiß. |
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Wir besuchten Uta und Amadó Müller
in Jena und Johannes verabschiedete sich in der Villa Jühling vom Kindergarten.
Im heißesten Juni seit 50 Jahren gewann Torstens Schülergruppe einen Geschichtswettbewerb
mit einem Beitrag über die Kaiserin Theophanu. Das leitet gut über in den
Juli: Er brachte Hitze, Ritterkämpfe auf der Pfalz Tilleda ("Barbarossas
Rückkehr") und Besuche in Bad Sulza. Funkelnde Sonnenstreifen unter dem Kreuzgratgewölbe
und die Saale ersetzte den Atlantik. |
Lasse-Kater |
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Der Glücksdrache möge ewig über dem Haus am Fluß schweben und Kreativität und Liebe auschütten. Hinter den zwei großen Fenstern und der Tür dazwischen wohnen wir übrigens. Eure Kreutzfeldts. Der Drache ist von der Webseite von Fangdorn entnommen, ich fand ihn so schön und ich denke, es ist auch im Sinne von Fangdorn, ihn auf diese Weise bekannter zu machen. |
Es wurde August: Eine neue "Prinzen"-CD kam raus,
es gab viele Geburtstage, zum Laternenfest trafen sich die Gutsbewohner auf dem Turm,
um das Feuerwerk anzuschauen. Johannes wurde eingeschult und geht jetzt wie Marie-Carmen
auf die Montessori-Schule. Schöner Besuch kam im September: Zunächst Sylvia
und wenig später Susa und Christian, denen wir ein "computerfreies"
Wochenende verordneten, um den Preis von "Stoßzähnen, Fellen und Fleisch"
(Menschheits-Siedler-Spiel). Die Unstrut heruntergepaddelt sind wir auch im September.
Da wurde es schon Herbst am Fluss. Die Außenanlagen des Gutes wurden endlich
in Angriff genommen, unsere "Hobbithöhle" wurde langsam gemütlich.
Wir waren in Niemegk, nahmen den Georg für ein paar Tage mit. Auch Bad Sulza wurde
zusammen mit der Familie Music besucht. Der Winter kam. Es wurde Zeit, für Marie-Carmen
ein Gymnasium zu suchen. Torsten arbeitete zusammen mit Pauls Mutter, die fleißig
illustriert hat, an seinem Kinder-Krimi "Pico, oh Pico". Portugiesisch wird
eifrig gelernt, dazu gibt es Kürbissuppe. Die Nomaden der Lüfte ziehen wieder
über das Haus. Das Christkind kommt bald. Der Brief ist aus. Mit vielen Herzensgrüßen |
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Letzte Änderung: 22. Dezember 2004 |