Auswahl der Weihnachtsbriefe: 2004 2003 2002 2001 2000 1999

wünschen Annette, Marie-Carmen, Torsten & Johannes León.

Als wäre es gestern gewesen: Zusammen mit Annettes Eltern waren wir auf dem Weihnachtsmarkt in Wörlitz. Es folgten Schneeflocken in der Weihnachtsnacht und der Besuch von Roswitha, Werner und den Kindern zu Sylvester. Die Raketen über Halle sollten den ersten Schein in ein erfolgreiches Jahr 2001 werfen. Die drei Magier, die jedes Jahr beginnen, hatten für uns zwar nicht Gold, aber kostbares Pergament, Salz und eine Krone mitgebracht. Es war für uns, das sein vorweg verraten, ein erfolgreiches Jahr. Diesmal fiel es mir sehr schwer, alle Höhepunkte und Reisen hier aufzuzählen. Wir haben so viel unternommen und waren so viel unterwegs, dass es für mehrere Weihnachtsbriefe gereicht hätte. Dennoch, und vielleicht gerade deswegen, ist dieses kurzweilige Jahr 2001 rasch verstrichen:
Zum Mittelpunkt, zur Brücke des Schiffes unseres Lebens hat sich unser neues, urgemütliches Sofa entwickelt, auf dem gelesen, geschlafen, gekuschelt und sogar im Internet gesurft wird. Ein echtes Allzwecksofa also. Und was gehört auf jedes Schiff? Richtig! Die Schiffsratten! Unsere heißen "Keks" und "Plätzchen". Beide sind intelligente kinderfreundliche Tiere: Nicht so zurückgezogen wie Hamster, nicht so doof wie Meerschweinchen, sondern umtriebig und lustig.
Kommen wir zum kostbaren Pergament: Angesichts des beginnenden Ottonenjahres schrieb Torsten wenige ausgesuchte Regionalverlage für die Veröffentlichung des 1998 entstandenen Ottonen-Krimis an. Ausgerechnet der im Saalkreis lebende Ungar Janos Stekovics fand sich bereit,
"Wolfsfrau und die Schlacht auf dem Lechfeld", die Mär von der Ungarin Enikó, dem Priester Isidorus und der Burgherrin Liutgard, zu veröffentlichen. (Inzwischen auch bei Libri oder Amazon erhältlich, wenn Euch das lieber ist). Auf der Buchmesse 2001 in Leipzig angekündigt, kam im September der Krimi heraus, der einstmals nur als Geschenk für Schwiegervater Gerhard gedacht war. Die erste Auflage wurde dank dem Verkauf auf der Otto-Ausstellung im Magdeburg bereits verkauft. Erste Autorenlesungen im November bewältigte Torsten auch schon. Als Schriftsteller fühlt er sich dennoch nicht. Auch wenn er aus der Stadt der Mann-Familie stammt, so ist doch nicht jeder Lübecker nobelpreisverdächtig.
Mit der Erwähnung des Wittekinder Brunnenfest im Juni 2001 kann ich jetzt auch das Salz in den Bericht streuen. Jetzt ist es offiziell und der Erbpachtvertrag ist unterschrieben: Die Stadt Halle hat den Vereinen Wittekind e.V. und Kindermuseum e.V. das Bad überlassen. Jetzt muß in die Hände gespuckt werden. So groß und fröhlich wie 2001 war auch das Brunnenfest noch nie. Natürlich wäre dies ohne die Unterstützung von Ingrid Häußler nicht möglich gewesen, der wir hiermit noch einmal herzlich danken wollen. Erste Arbeit im Wittekind wartete beim "Tag des offe-nen Denkmals" auf uns. Vor allem aber regnet es unendlich viel Papier auf Annettes Schreibtisch. Torsten ist noch zurückhaltend mit dem Öffnen des Champagners, doch zumindest werden die Vereine eine Chance erhalten, das Gebäude- und Geländeensemble wieder in einen passablen Zustand zu versetzen. Drückt die Daumen und wünscht uns viel Glück.
Torsten machte viel mit seinen Jugendlichen in der Schulbibliothek: Lesenacht und Netzwerkparty bis in den frühen Morgen. Es gab Mitter-nachtslesung aus dem Dekamerone zusammen mit Paul, Flötenspiel in der dunklen Schule, aber vor allem endloses Ringen an 9 vernetzten Computern. Die Krone aber war der Gewinn mit der Internetseite www.ottonenzeit.de beim Wettbewerb "Einmal Otto und zurück" des Landes Sachsen-Anhalt und des Bistum Magdeburg.
Am 19. September war die Siegerehrung und alle konnten neben dem Preis, einer Reise nach Bamberg, auch die Ottonenausstellung exklussiv und umsonst besuchen. Da waren die Jugendlichen stolz, und Torsten noch viel mehr. Das nächste Internetprojekt in Zusammenarbeit mit Herrn Michael Dapper von der Königspfalz Tilleda steht unter dem Titel www.tilleda.ottonenzeit.de schon vor der Tür und behandelt natürlich die Pfalz Tilleda.
Marie-Carmen kam in die zweite Klasse. Eifrig bestrebt lesen zu lernen, beherrscht sie es schon recht ordentlich und sich nach einem dicken Band von Tonke Dragt jetzt an den ersten Teil von Harry Potter herangewagt. Ganz klar: Wir waren alle im Film des berühmtesten Zauberlehrlings der Welt. Schon für die sensationelle Darstellung des Quiditchspiel lohnte es sich! Johannes León singt weiter im Chor des Kindergartens, ist fröhlich und wild, will jetzt berittener Bogenschütze werden und hat in den Wäldern um die Steinburg schon einmal geübt. Und was geschah: Der blöde Papa wollte auch mal und hat den neuen Bogen kaputt gemacht.
Der Oma Inge in Naumburg geht es den Umständen entsprechend. Die von Torsten engagierte zusätzliche Betreuung tut ihr gut. Auch mit den anderen Familienmitgliedern verbrachten wir eine schöne Zeit. Heraus-gehoben sei das große Familientreffen in Dessau und das Paddelwochenende im Spreewald, den wir mit immerhin vier Booten und etlichen Wasserpistolen unsicher machten. Wasser hat es da ja ohnehin genug. Wasser gab es von oben und unten. Und weil uns die Oma fehlte, war es kalt,. Da Werner ein Faß Bier mithatte, waren die Männer zumindest nicht traurig. Ein Verwandter, der oft und gerne bei uns zu Besuch weilt, ist unser Neffe Maximilian. Ein Stelldichein im Frühjahr und eins im Herbst ist Pflicht. Zusammen gelang es uns, Paul, Torstens Partner bei den Märchenabenden, in Siedler zu schlagen und als Desperados waren wir auch unbesiegbar.

Weitere kleine Reisen (dieses Jahr keine große) gab es: Den Winterurlaub verbrachten wir unterhalb der Teufelsmauer in Blankenburg. Statt Schneeurlaub gab es Wanderferien mit Ausflügen z.B. nach Thale oder zu der Rübelandhöhle. Auf der Rückreise kamen wir in Köthen vorbei und besichtigten dort das neue Anwesen der Familie Beyer. Zu beneiden sind sie, die Lieben: So ein schönes Haus! Das blieb natürlich nicht unser einziger Besuch in diesem gastlichen Haus: Im April waren wir Taufpaten von Mirjam und Tabea. Ein ganz schönes Erlebnis, die großen Mädchen im Kreis der Christenmenschen begrüßen zu dürfen.
Den Sommer verbrachten wir in Bad Sulza. Die Zeit dort verlief viel zu schnell. Nach dem Erholungsurlaub konnten wir erholt in die zweite Hälfte des Jahres starten. Das hieß Früchte ernten, die in der ersten Hälfte gesät worden waren. Oder die Früchte weiterverarbeiten, wie man es nimmt. Marie-Carmen trat mit ihrer Klasse zum Schulanfang im "gestiefelten Kater" auf. Alle zusammen waren wir in der "Nacht der Kirchen", eine Aktion in Halle, die regen Anklang bei der Bevölkerung fand.
Nicht vergessen wollen wir auch die Schuleinführung von Annettes Patenkind Georg, dem Sohn von Roswitha und Werner. Das Unterwegssein nahm kein Ende: Marie-Carmen und Torsten waren in Lübeck. Eben aus dem Spreewald zurück fuhr Annette schon wieder auf Kursbesuch nach Sommerfeld, Marie-Carmen war ebenfalls fort: Eine Woche Klassenfahrt bei Freyburg an der Unstrut. Torsten war in Nürnberg und Bamberg. Und alle zusammen genossen wir einen goldenen Herbst unterhalb der Steinsburg an der Grenze zwischen Franken und Thüringen.
Das die Welt im September plötzlich anders ausschaute als vorher, brauchen wir nicht zu erwähnen. Wir müssen doch weiterleben! Wir beten darum, dass die Erde 2002 etwas Frieden findet, ein Hoffnungsschimmer am Horizont wäre doch schon etwas ...

Nachtrag: Torsten hat sich mit seinen Lieben von der Ottonenzeit die Nacht um die Ohren geschlagen und war im Film "Herr der Ringe". Wie bei Harry Potter sollte das Buch vorher gelesen werden, sonst bleibt vieles unverständlich. Ansonsten eine fantastische Umsetzung mit unglaublichen Bildern, Torsten wäre allerdings nicht Torsten, wenn er nicht doch ein Haar in der Suppe gefunden hätte: Manche Spezialeffekte waren einfach unnötig und nahmen von der Story viel Platz weg. Jonas merkte an, daß ihm die Kampfszenen zu hektisch waren: Wo blieb das gute, alte Theaterfechten??? Ein schöner Link am Ende: Besucht Elronds Haus!

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22.12.2004

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