Auswahl der Weihnachtsbriefe: 2004 2003 2002 2001 2000 1999

wünschen Annette, Marie-Carmen, Torsten & Johannes León.

kaum zu glauben, dieses Jahr 2000 ist bald vorüber, wieder leuchten die Weihnachtslichter. Weder sind Außerirdische notgelandet, noch gab es einen Weltuntergang. Es war ein ganz normales Jahr des Ausharrens, des Genießens, des Geliebtwerdens. Wir erwarteten den Zeitsprung bei Lachsschnittchen, Muscatwein und Weihrauchduft im Haus auf der Schanz hoch über dem Rhein. Auf der Burg Rheinfels ertönte lauter Kanonendonner und bunte Sterne flammten über dem Fluß auf. Unserer Gastgeberin Carmen Sylvia noch einmal vielen Dank.
Der erste Höhepunkt des Jahres war schon am 30. Januar: Da feierte der Kindergarten von Marie-Carmen und Johannes sein fünfjähriges Bestehen mit einem großen Geburtstagsprogramm im Freylinghausensaal der Franckeschen Stiftungen.
Politisch war auch einiges los in Halle. Wir hatten Oberbürgermeisterwahl und entschieden uns für eine Frau. Ingrid Häußler war bereits als Regierungspräsidentin und Umweltministerin erfolgreich und wir hoffen das Beste für unsere Stadt. Leider kennen wir ihre Untergebenen gut und wünschen ihr viel Durchsetzungsvermögen und Beharrung.
Ja, auch kaum zu glauben: Bei einem Kurzurlaub in Gernrode und dem Selketal sahen wir sogar einmal Schnee. Gern gesehener Gast bei uns im Steinweg war unser Neffe Maximilian. Ob im Maya Mare beim Brillenretten und Wasserrutschen oder beim Drachensteigen und "Vinci"-Spielen. Wir hatten alle viel Spaß mit ihm.
Im März erreichte uns eine Postkarte aus Peru. Dieses Land begleitete uns das ganze Jahr lang. Grund waren Reisen von Verwandten und Freunden und natürlich zuallererst die Hochzeit von Matthias, dem Cousin von Annette, mit seiner Marcia dort eben in Peru. Wir konnten nicht teilnehmen, bedanken uns aber sehr für die Photos, die uns einen kleinen Eindruck vermittelten. Der Sommer kam dieses Jahr sehr früh und schon im April wurde uns ordentlich warm. Mitten in dieser Hitze machten wir einen Ausflug nach Prag. Ohne Kinder war dies fast wie eine Hochzeitsreise, wir brachten neue Eindrücke und eine Marionette als wertvolles Mitbringsel mit. Besonders schön waren die Begegnungen mit Hannah im Marionettenladen und mit den Puppenspielern aus Berlin.
Torstens Betreuung für seine Mutter Inge wurde vom Amtsgericht verlängert. Die alte Dame leistete sich einige Extravaganzen, aber eine bessere Unterbringung als im Naumburger Stift ist nicht in Sicht und wir müssen mit ihrem Zustand leben. Bedrückend ist besonders Ihre Interessenlosigkeit. Einzig bei unseren langen Spaziergängen blüht sie etwas auf.
Im Juni war in den Franckeschen Stiftungen wieder ein Lindenblütenfest. Das war dieses Jahr aber sehr lustig! Das war zum großen Teil den Spielleuten von Saltatio Mortis zu verdanken und dem Einsatz von Helen und Freundinnen, die die Jungs mit Bier bei Spiellaune hielten. Wir tanzten bis spät in die Nacht hinein. Leider verpassten die Dudelsackbläser den Auftritt von Marie-Carmen und Kindergartenchor.
Zusammen mit Helen und Märchenabendmitstreiter Paul gestaltete Torsten am Mittsommerabend im Garten hinter der Moritzkirche eine Märchenreise in die Elfenwelt. Dabei spielte die aus Prag mitgebrachte freche El-fenmarionette eine tragende Rolle und Torsten gab sein Debüt als "Puppenspieler".
Marie-Carmen fuhr anläßlich des Zuckertütenfestes allein mit den anderen Kindern Ihrer Gruppe für zwei Tage in die Dölauer Heide. Die Einschulung warf ihre Schatten voraus.
Aber vorher kam unser langer Sommerurlaub mit der Familie Beyer (Karin, Torsten, Mirjam und Tabea) auf der Azoreninsel Sao Miguel. Viele haben schon Torsten Urlaubsbericht von unserem Leben im Herzen des Vulkans von Furnas gelesen. Wer noch nicht, soll sich bitte melden. Aber Vorsicht! Es gibt viel zu lesen. Drei Wochen waren ganz schön lang. Aber leider! Wale gab es diesmal nicht zu sehen.
(Ausführlicher Bericht hier klicken, jaja, ich weiß, die Bilder muß ich noch größer machen!)
Traurig, traurig: Unsere Nachbarn Cooki, Martin und Benedikt haben uns Richtung Hamburg verlassen. Halle konnte ihnen keine Zukunft bieten. Martin wird uns weiterhin bei den Internetseiten des Wittekind unterstützen. Und wir hoffen, sie bald in Volksdorf besuchen zu dürfen. Torsten half noch beim Umzug mit und besuchte danach zusammen mit Mathias seine treuen Lübecker Freunde, Andrea und Frank, die endlich geheiratet haben. Das wurde ja auch Zeit!
Und dann wurde es September. Marie-Carmen verabschiedete sich von Ihrem Kindergarten und der geliebten Frau Wittenbecher. Es gab Marie-Carmens Piratenschatz-Geburtstag, das Laternenfest und vor allem ihre Einschulung in die Montessori-Schule.Torsten hatte leider den ganzen Monat mit einer Lungenentzündung zu kämpfen. So ganz richtig hat er sich davon immer noch nicht erholt. Ansonsten fühlt er sich in seiner Schulbibliothek recht wohl und auch die Mär-chenabendreihe geht dort weiter. Neben Paul liest auch ein Lehrer, Peter Schünemann, Geschichten auf eine besonders heitere Weise vor. Der 15. Märchenabend über Engel findet jetzt im Dezember statt. Einen herzlichen Dank an Frau Kaufmann, der Mutter von Paul, für die Mithilfe.

Annette ist weiterhin bei Prof. Riede in der Physikalischen Medizin und lernt "Medizin durch Handanlegen" (Manuelle Medizin). Es gefällt und geht Ihr sehr gut dort.
Vel Zeit und Arbeit wird das Wittekind-Projekt kosten. Noch können wir die Sektkorken nicht knallen lassen, aber inzwischen werden ernsthafte Verhandlungen über einen Erbpachtvertrag für das Gelände geführt und dann kann am Bad gebaut werden. Hurra!
Apropos Bad. Oft waren wir dieses Jahr in der Toskana-Therme in Bad Sulza zum Baden und Saunen. Die Liquid-Sound-Idee, Unterwassermusik, ist wirklich ein Genuß für Körper und Seele. Mehr Expo haben wir aber nicht geschafft, sieht man vom Expo-Gelände ´98 in Lissabon ab.
Johannes, der Löwe, Ritter von León, hat den Platz von Marie-Carmen im Kindergartenchor übernommen. Immer noch ist er sehr "ritterlich", was zu erheblichen Burgausbauten im Kinderzimmer geführt hat.
Am Ende des Jahres nahmen wir noch an vielen Tagungen und Seminaren teil. Schön waren die Begegnungen mit unserem Bischof Leo, der wirklich knuffig und ein Kirchenmann zum Anfassen ist. Besonders schön war im November das Konzert von Angelo Branduardi. Der italienische Spielmann hat aufgrund einer Anregung, die ihm Franziskaner-Patres eingaben, Schriften vom Heiligen Franziskus vertont. Das war christliche Verkündigung, die uns sehr zu Herzen ging.
Viele neue Freundschaft entstanden in diesem Jahr, vieles wurde begonnen und muß weitergeführt werden. Vieles wartet auf eine Wiederbelebung und Auffrischung. Unser Leben wird so lebendig und fröhlich weitergehen.

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22.12.2004

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